Sonntag, 22.03.2015
Was habe ich als Oberländer von der S-Bahn?
Die S-Bahn Schwitzkasten Frage von Peter Kunkel aus Triesen

Nur einzelne Siedlungen liegen am Bahngleis. Ist die S-Bahn deswegen ein Luxusprojekt für
wenige, während der grösste Teil des Landes ausgegrenzt wird?

Wenn jemand wie der Triesner Peter Kunkel weit weg von der Bahn wohnt, liegt es nicht gerade auf der Hand, das Projekt gutzuheissen.

 
Peter Kunkel: Wieso soll ich als Oberländer für die S-Bahn sein?

 
Markus Verling: Das ist eine der zentralen Fragen. Kurzfristig profitieren die bereits erschlossenen
Gemeinden, die Automobilisten, die dank umsteigender Pendler mehr Platz auf der Strasse haben
und die ÖV-Benutzer von aufeinander abgestimmten Bahn- und Busverbindungen. Die S-Bahn ist
aber ein Generationenprojekt. Sie eröffnet Optionen für das ganze Land und genau darüber sollten
sich vor allem die Oberländer und alle, die abseits des Bahntrasses wohnen, Gedanken machen.
 
Es geht darum, jetzt den Grundstein für einen zweiten Verkehrsträger zu schaffen und damit Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu eröffnen. Wollen wir das, oder wollen wir stattdessen glauben, dass es auf alle Zeiten so wie bisher weiterfunktioniert? Wir sollten jetzt solidarisch sein. Es geht um einen wegweisenden Entscheid für die Mobilität. Verantwortung nehmen wir dann wahr, wenn wir in dieser Frage nicht nur an uns selbst und an das Heute, sondern an Liechtenstein und morgen denken.

 

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